Finanzieller Lagebericht

Die Buchführung und Rechnungslegung der ARI richtet sich gemäss Art. 19 des eGovG nach den Bestimmungen des kantonalen Finanzhaushaltsgesetzes. Die Rechnungslegung wurde so organisiert, dass die Vergleichbarkeit mit den zukünftigen Geschäftsberichten gewährleistet ist. Die vorliegende Berichterstattung vermittelt ein zuverlässiges Bild der Vermögens- und Ertragslage.

Die wichtigsten Indikatoren für die Analyse der Vermögens- und Finanzlage der ARI sind die Finanzkennzahlen. Sie können dem Anhang zur Jahresrechnung entnommen werden. Aufgrund der Kennzahlen wird die Vermögens- und Finanzlage als gut und stabil beurteilt.

Die Erhaltung und Stärkung der Liquidität hat in der ARI oberste Priorität. ARI hat einen ständigen kurz- bis mittelfristig hohen Investitionsbedarf. Einerseits müssen die IT-Informatikmittel innerhalb von drei bis sechs Jahren ersetzt werden. Andererseits leistet(e) ARI Vorinvestitionen in zentrale Infrastrukturanlagen und Software, wie z.B. Projekt „AR-Net2“ CHF 2'000'000, Rechenzentrum CHF 800'000, Fachapplikationen Scolaris und Klib.Net CHF 355'000. Aufgrund der Sachmittelübernahmen von den Kunden am 01.01.2013 von CHF 2.6 Mio. sowie des hohen Investitionsbedarfs kann die Liquidität der ARI seit der Gründung nur mit Liquiditätsdarlehen vom Kanton gewährleistet werden. Per anfangs 2017 wurde beim Kanton ein zusätzliches Darlehen von CHF 2'500'000 mit einer Laufzeit von fünf Jahren aufgenommen. Die Bilanz weist per 31. Dezember 2017 Fremdkapital von CHF 5'500'000 aus. Weil der Kanton als Hauptaktionär Darlehensgeber ist, handelt es sich beim langfristigen Fremdkapital wirtschaftlich betrachtet faktisch um Eigenkapital.

Im Berichtsjahr stiegen die Erträge gegenüber dem Vorjahr hauptsächlich infolge der Übernahme der IT-Infrastruktur des Spitalverbundes AR um CHF 1'100'000 (+ 7.5%). Dank dieser Umsatzsteigerung sowie der Umsetzung von einigen Harmonisierungsprojekten, die positive und nachhaltige Auswirkungen auf die Kosten haben, konnten die notwendigen zusätzlichen Personalressourcen finanziert werden. Das gegenüber dem Budget um CHF 305'000 bessere Jahresergebnis mit einem Gewinn von CHF 256'221 resultiert hauptsächlich aus den verzögerten Stellenbesetzungen. Die Rekrutierung von geeignetem Personal ist aufgrund des nach wie vor sehr schwierigen Arbeitsmarktes eine ständige Herausforderung.