Konzeption von neuen Services für die Schulen

ARI hat den Auftrag, den Schulen bis Ende 2020 den Grundbedarf an Informatik- und Kommunikationsmitteln bereitzustellen. Damit soll ein Kerngedanke des eGovG umgesetzt werden: Dank des gemeinsamen Vorgehens und der einheitlichen Informatik können die von den Schulen benötigten IT-Leistungen effizienter, wirtschaftlicher und sicherer beschafft, realisiert und betrieben werden.

Gleichzeitig werden die Lehrkräfte entlastet von technischen und administrativen Arbeiten im Zusammenhang mit dem Betrieb der Informatik. Dadurch verfügen sie über mehr Zeit, um sich auf ihren Lehrauftrag sowie auf didaktische und pädagogische Aspekte zu konzentrieren. 

Zur Umsetzung dieses Auftrags wurde anfangs 2017 das Projekt «AR Schule21» gestartet. Bei der Konzeption der neuen IT-Architektur für die Schulen konnten die Früchte der in der Aufbauphase geleisteten Arbeit geerntet werden. Die einheitlichen Programme in den Einwohnerkontrollen und Schulverwaltungen erlauben es, kantonsweit einheitliche elektronischen Identitäten für Schülerinnen und Schüler zu generieren.

Die Lernenden verfügen in Zukunft über eine eID, die sie während der gesamten Schulzeit und in allen Schulen des Kantons einsetzen: Vom Kindergarten bis zu weiterführenden Schulen wie dem Berufsbildungszentrum oder der Kantonsschule melden sich die Lernenden mit demselben Benutzernamen und Passwort an sämtlichen Plattformen und Applikationen an. Dabei spielt es keine Rolle, ob sie den Service im Schulhaus, zuhause oder unterwegs nutzen. Ebenfalls keine Rolle spielt, ob die Schülerin oder der Schüler einen Windows-PC, einen Mac oder ein Tablet verwendet. Zudem arbeiten die Lernenden während der gesamten Schulzeit mit derselben eMail-Adresse und legen ihre Daten auf demselben Speicher ab.

2017 wurden das Grob- sowie das Detailkonzept für die neuen Services erarbeitet und die Umsetzung gestartet. Die Lösung entstand in enger Zusammenarbeit mit Vertretern verschiedener Schulen. Auf Basis der engen und sehr kooperativen Zusammenarbeit ist eine moderne, zeitgemässe, flexible und gleichzeitig wirtschaftliche Lösung entstanden. Eckpunkte der neuen Schulservices sind der Einsatz von Cloud-Services von Microsoft wie Office 365 und OneDrive. Dabei handelt es sich um bewährte, praxiserprobte Produkte, die bereits in einer Vielzahl von Schulen -weltweit wie auch in Appenzell Ausserrhoden- erfolgreich zum Einsatz kommen.

Neben dem Grundbedarf wird ARI den Schulen auch weiterführende Leistungen anbieten. Den Schulen bietet sich damit die Möglichkeit, sämtliche IT-Leistungen aus einer Hand zu beziehen. Besonderer Wert wurde auf eine flexible Service-Architektur gelegt. Dadurch können unterschiedliche Bedürfnisse der Schulen berücksichtigt werden. Bei den Endgeräten entscheidet die Schule, ob sie diese von ARI als Service bezieht oder selbständig beschafft. Auch von der Schule beschaffte Geräte oder private Geräte von Lernenden (BYOD – eine insbesondere im Berufsbildungszentrum und der Kantonsschule genutzte Variante) können in das Schulnetz eingebunden werden und die Schulservices nutzen. Bezüglich des Managements der Geräte bietet ARI mehrere Varianten an: Die Schule entscheidet selber, ob sie die Geräte vollständig oder nur teilweise von ARI warten lässt oder ob sie den Unterhalt selber übernimmt.

Bei den Endgeräten bietet ARI Windows-basierte Desktops, Notebooks und Touch-Geräte an. Immer häufiger kommen im Unterricht auch Tablets zum Einsatz. Entsprechend können Schulen auch iPads von Apple als Service von ARI beziehen. 

Der hohe Standardisierungsgrad sowie der Einsatz von bewährten Cloud-Services von Microsoft wirken sich positiv auf die Kosten aus. Mit der gewählten Lösung kann den Schulen eine professionelle und erprobte Lösung zu günstigen Konditionen angeboten werden.

Mitte 2018 werden die neuen Services in Herisau als erster Schule eingeführt. Als erste Schule startet Herisau Mitte 2018 mit den neuen Services. Bis Ende 2020 wollen wir die neuen Services in allen Volksschulen wie auch in den kantonalen Schulen einführen.


«Die ersten Pilotklassen arbeiten bereits erfolgreich mit der neuen IT-Architektur. Deshalb bin ich zuversichtlich, dass die flächendeckende Einführung in der ganzen Schule Herisau im Sommer 2018 erfolgreich ablaufen wird.»

Michael Häberli,
Abteilungsleiter/Schulleiter Sekundarschule