Bau eines leistungsfähigen Kantonsnetzes

Das kantonale Kommunikationsnetz ist eine wichtige Infrastruktur-Komponente. Es besitzt eine absolut geschäftskritische Bedeutung für den Betrieb der gesamten Informatik. Die allermeisten Dienste werden zentral im Rechenzentrum der ARI betrieben und unseren Kunden über das Kantonsnetz zur Verfügung gestellt: Dazu gehören der elektronische Arbeitsplatz «NEW», alle benötigten Applikationen sowie der Internet-Zugang und die eMail-Postfächer. 

Mit dem Projekt «AR-NET 2» wird ein modernes, sicheres, zuverlässiges und gegenüber neuen Bedürfnissen flexibles kantonales Kommunikationsnetz realisiert. Dazu werden alle Gemeinden in einem Ring mit Glasfasern vernetzt. Mit der gewählten Architektur wird eine hohe Verfügbarkeit erreicht. Beim Unterbruch einer Verbindung nehmen die Daten automatisch die andere Richtung, der Kunde merkt vom Ausfall im Netz nichts. 

Über das Kantonsnetz werden Daten von Verwaltungen, Spitälern, Kantonspolizei und Schulen transportiert. Um die Sicherheit zu gewährleisten, wurde das Netz -gemäss den Vorgaben der «Network Security Policy» von Appenzell Ausserrhoden- in verschiedene Zonen unterteilt, die mit Firewalls gesichert sind. Damit wird sichergestellt, dass zwischen den Zonen keine unerlaubten Zugriffe erfolgen und bei einem eventuellen Befall von Schadsoftware die Ausbreitung eingeschränkt wird. Die Übertragung der Daten erfolgt auf Basis der MPLS-Technologie. MPLS (Multiprotocol Label Switching) ist eine standardisierte Technologie, mit der Daten sicher und schnell über ein Netzwerk transportiert werden können. Diese Technologie wird heute von allen professionellen Netzbetreibern wie Swisscom oder UPC eingesetzt.

Dank des neuen AR-NET2 können nicht nur bestehende Bedürfnisse abgedeckt werden. Das neue Kommunikationsnetz ist beispielsweise auch die Grundlage für die flächendeckende Einführung der IP-basierten Telefonie und die Realisierung weiterer eGovernment-Dienste für die Verwaltungen.

In einem nächsten Schritt werden weitere Standorte im Kanton sowie sämtliche Schulhäuser  an das kantonale Kommunikationsnetz angeschlossen. Das neue Kantonsnetz bildet somit auch die Grundlage, um die neuen Schulservices in allen Schulen einführen zu können.